Innere Softwarequalität – Was dem Kunden oft wichtiger ist, als dem Manager

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Jeder kennt das Spiel: Das Produkt ist versprochen, vertraglich zugesichert, in vollem Umfang zu liefern, vom Marketing getrieben oder die Erreichung eines gewissen Featuresets spielt eine maßgebliche Rolle in der Erreichung der Quartalsziele für Personen mit Entscheidungsbefugnis.

Und dennoch will man eigentlich einen gewissen Qualitätsanspruch erreichen, das Produkt somit nachhaltig entwickeln. Wir sprechen hier von innerer Softwarequalität. Qualität, die sich durch Wartbarkeit, Erweiterbarkeit und Skalierbarkeit eindeutig messen lässt. Und dennoch sind es genau diese Werte, von denen man sich sehr schnell, und unter dem Deckmantel agiler Software-Entwicklung noch viel öfter sehr früh verabschiedet. Jeder verantwortungsvolle Entwickler weiß, wie sich dies auf die langfristige Produktentwicklung auswirken wird.

Und dennoch werden um jeden Preis Features umgesetzt, deren Nutzen für den Kunden oft mehr als fraglich sind. Die Entwicklungsteams verlieren die eigenständige Kontrolle über den Inhalt des Sprint-Backlogs. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann und darf nicht mehr von Scrum gesprochen werden. Hier handelt es sich um eine inkrementelle Software-Entwicklung ohne Nachhaltigkeit.

Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass dem Featuredruck nicht nachgegeben wird. Denn es geht um Qualität für den Kunden, nicht um maximale Anzahl an Features.

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